Am Montag, 3. Mai, ist das neu gebaute Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf dem Gelände des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld in Betrieb gegangen. Es soll hauptsächlich Müll aus dem laufenden Rückbau des dortigen Atommeilers aufnehmen. 20 Prozent der Kapazität können aber auch für Lieferungen anderer Standorte genutzt werden. Derzeit sind Abfälle aus dem ehemaligen AKW Würgassen dafür im Gespräch.
Preussen-Elektra reicht Gebäude weiter
Gebaut hat die 101 Meter lange und 17 Meter hohe Halle AKW-Betreiber Preussen-Elektra. Damit sei ein wichtiges Element aus der Rückbaustrategie des Unternehmens verwirklicht, wird der Chef der Geschäftsführung, Guido Knott, in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. Mit der Inbetriebnahme ist die Verantwortung auf die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übergegangen, die ebenfalls für das benachbarte Zwischenlager, in dem die hochradioaktiven Brennelemente stehen, zuständig ist.
Mit der Übernahme komme die BGZ ihrem gesetzlichen Auftrag zur sicheren Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle nach, heißt es in einer ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens. Ab dem Jahr 2027 sollen diese Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad bei Salzgitter abgegeben werden. Dies ist allerdings noch nicht in Betrieb.
Ein ausführlicher Bericht folgt.